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Literatur gegen das Vergessen, Rassismus und Stereotypen!
Der Verein wird im September drei Tätigkeiten organisieren: “Bild der Roma in der Literatur“, “Im Schatten der Ringstraße - Reiseführer durch die braune Topografie von Wien“ und “Musikalische Lesung zum Europäischen Tag der Sprachen“.

Hallac Medien – Der Verein wird im September drei Tätigkeiten organisieren: “Bild der Roma in der Literatur“, “Im Schatten der Ringstraße - Reiseführer durch die braune Topografie von Wien“ und “Musikalische Lesung zum Europäischen Tag der Sprachen“.

15. September, Dienstag, 19:00 Uhr

Bild der Roma in der Literatur

Schon früh wurden die Roma als ehrloses Volk angesehen, das keinerlei Rechte zu beanspruchen hatte. Und bis heute stellen sie eine Gruppe dar, auf die sich Vernichtungsfantasien richten. Die Literatur hat dabei über Jahrhunderte darin eingeübt, Gewalt gegen sie als legitim zu erachten. Der wissenschaftliche Vergleich von Katharina Janoska von Roma-Literatur und Literatur über Roma dient als Basis. Janoska zeigt an diesem Abend anhand der literarischen Beispiele, welches katastrophale und menschenverachtende Bild sich über Jahrhunderte in der Literatur entwickelt hat und sich teilweise bis heute hartnäckig hält.

23. September, Mittwoch, 19:00 Uhr

Buchpräsentation: Stadtführer gegen das Vergessen

Die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit ist ein unüberschaubarer, in vielen Fällen nur im Ansatz vollzogener Prozess, der sich vielerorts nicht adäquat im Stadtbild einschreibt. Geht man am Julius-Tandler-Platz in Wien 9 spazieren, würde kaum jemand vermuten, dass der Anfang des 20. Jahrhunderts tätige Arzt und Sozialreformer Julius Tandler lange vor den Nationalsozialisten die Ermordung von Behinderten propagierte. Eva Maria Bachinger präsentiert im Gespräch mit dem “bil:kult“ Vorsitzenden Serdar Erdost den gemeinsam mit Gerald Lehner als Stadtführer konzipierten Überblick auf die “braunen Flecken“ Wiens.

25. September, Freitag, 19:00 Uhr

Musikalische Lesung zum Europäischen Tag der Sprachen (Zazaki, Deutsch, Türkisch)

Seher Çakır liest aus ihrem Kurzgeschichtenband “ich bin das festland“.  Die Autorin, die in Istanbul geboren wurde und in Wien aufgewachsen ist, greift darin Migration nicht thematisch, sondern als Leitmotiv auf. Seher Çakır erzählt von jenen Aspekten der türkischen Kultur, die nicht stereotyp verbreitet sind. Dabei kämpfen die Frauenfiguren in “ich bin das festland“ um ihr Leben, in dem sie die Vergangenheit bewältigen, die Gegenwart ertragen oder ihre Zukunft retten müssen.

Hüseyin Şimşek liest aus seinem Gedichtband “Schreibend stirbt man am besten”! Von ersten Kindheitserinnerungen über die Unterdrückung der zazaischen Sprache und Kultur und die leidvollen Jahre im Gefängnis bis zum Warten auf Asyl und einen Neuanfang in Österreich reichen die literarisch subtil verarbeiteten Erfahrungen von Hüseyin Şimşek. Der Abend wird von Ona Chiara Breuss musikalisch zwischen Jazz und türkischer Volks- und Popmusik begleitet.

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"bil:kult" LiteraturAbende | September 2015

1020 Wien, Wehlistraße 309

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GASTAUTOR
Die Gedichte von Simsek gingen sehr unter die Haut!

In einem Zazakischen Gedicht hat Hüseyin die Donau Mutter genannt. Ich kann mich nicht erinnern die Donau jemals als Mutter genannt gehört zu haben....[mehr]

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