Das Mädchen wollte ihre Farbe

Sie finden in diesem Roman die ehemaligen “Chefs“ oder die “großen Schwestern“ einer einschlägigen “Jamaat“, aber auch die Romanheldin Nurdem, die ihrem autoritären Vater entkommen wollte. Sie hoffte, ihr Seelenheil im Berufsinternat zu finden, wo sie jedoch plötzlich einem noch schlimmeren behördlichen und gesellschaftlichen Autoritätssystem ausgeliefert war. Eine noch größere “Familie“ mit mehreren “Vätern“ und “Schwestern“!

50 Jahre Einwanderung in einem Buch

Dieses Werk, das auch als “eine Sammlung des Archivs der letzten 50 Jahre in einem Buch” bezeichnet werden kann, zielt darauf ab den neuen Bürger/Innen Österreich und Österreich die neuen Bürger/Innen vorzustellen. Insbesondere wird es dazu dienen, oberflächliche, voreingenommene und pauschale Auffassungen gegenüber Gesellschaften, die auch als “Neue Österreicher“ bezeichnet werden können, zu brechen.

Schreibend stirbt man am besten

Hermine Brobohaty-Theuer machte folgende Beurteilung dieses Gedicht über: “In einem Gedicht hat Hüseyin Şimşek die ‘Donau Mutter’ genannt. Ich kann mich nicht erinnern die Donau jemals als ‘Mutter’ genannt gehört zu haben. Und auch ein Lied über eine Gitarristin fand ich ungewöhnlich. Im Westen gibt es meistens nur männliche Gitarristen… Die Gedichte von Hüseyin gingen sehr unter die Haut…”

Die im Gefängnis Geborenen

Es handelt sich um die wahre Geschichte von jungen Frauen, die zum Zeitpunkt ihrer Untersuchungshaft schwanger waren und die mit dem Baby, das sie in sich trugen, Verhören unter dem Einsatz von Foltermaßnahmen ausgesetzt waren. Einige von ihnen verloren ihr Baby noch im Zuge des Verhörs, andere erzogen ihre Babys, die sie im Gefängnis zur Welt gebracht hatten, im Gefängnis. Manche waren gezwungen, ihre Neugeborenen ihren Familien zu überlassen.

Metris war ein viel verzweigter Weg

Şimşeks erster Roman (Ayrımı Bol Bir Yoldu Metris – Metris war ein viel verzweigter Weg) wurde im Jahre 1988 vom Verlag “Belge” (Belge Yayınları, İstanbul) herausgegeben. In diesem Buch schildert er die Zustände und Lebensumstände in einem Militärgefängnis, wie sie in der dunkelsten Epoche der Militärjunta waren.