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Metris war ein viel verzweigter Weg
Dieser Roman wurde im Jahre 1988 vom Verlag "Belge" herausgegeben. In diesem Buch schildert er die Zustände und Lebensumstände in einem Militärgefängnis, wie sie in der dunkelsten Epoche der Militärjunta waren.

In den 70er und 80er Jahren erlebte die Türkei die massivste gesellschaftliche Krise und die schlimmsten Auseinandersetzungen ihrer Geschichte. Das, was sich in diesen Jahren ereignete, spiegelt sich in der Literatur wider. Es wurde zum Thema viele Erzählungen, Romane und Gedichten.

Manche Schriftsteller und Dichter wollten die widersprüchlichen Ereignisse und Tragödien dieser Zeit profitabel ausnützen, obwohl sie die genannte Phase weder auf einer seelischen noch auf einer materiellen Ebene durchlebt hatten. Sie produzierten aus den Geschehnissen Klischeetypen der Guten und Bösen in diesem Konflikt und vertraten die offizielle Ansicht in Bezug auf die Geschehnisse. Deswegen erhielten sie großes Lob und Unterstützungen von Seiten des Staates.

Entgegen dieser Welle entschied er sich für die "dokumentarische Literatur” und hat in diesem Rahmen für seine Werke und deren Veröffentlichung gekämpft. Hüseyin Şimşek hat auch diese Phase der gesellschaftlichen Krise und Auseinandersetzungen am eigenen Leibe erlebt. Dies zeichnete ihn gegenüber den vielen anderen Schriftstellern aus.

Erstes Buch ein Roman!

Dieser Roman wurde im Jahre 1988 vom Verlag "Belge" herausgegeben. In diesem Buch schildert er die Zustände und Lebensumstände in einem Militärgefängnis, wie sie in der dunkelsten Epoche der Militärjunta waren.

Simsek erzählt so die Geschichte des erstes Roman:

"Als 1987 mein erster Roman zu Publikation bereit war, arbeitete ich schon als professioneller Journalist beim '2000`e Dogru', welches wöchentlich erschien. Die mit Schreibmaschine verfasste Auflage gab ich zuerst Murat Belge, der im Team des 'Yeni Gündem`s und gleichzeitig einer der Verantwortlichen des Iletisim Verlages war.

"Ich wählte ihn nicht wegen der Frage des Drucks sondern wegen seine Kritik, Interpretation und Vorschläge. Seine politischen und ideologischen Ansichten waren mir ziemlich fremd. Ich hatte sogar Texte verfasst, die ihn kritisierten. Jedoch kannte ich seine ruhige Art, seine Toleranz und seine intellektuelle Naivität, die einem Derwisch ähnelte ganz gut. Da er das Buch in Teilen las, schaute ich ab und zu vorbei und hörte mir seine Tipps an. Ich erinnere mich nicht mehr wie oft ich gegangen bin. Jedenfalls war das Ergebnis viel Kritik und die Empfehlung das Buch nicht in diesem Zustand zu veröffentlichen.

"Ehrlich gesagt dachte ich damals, so über diese Aussage: Ein Reformist! Belge, der Zivil- Gesellschafter, möchte, dass ich meine Helden reformiere. Nach seiner Ansicht sollten diese Charaktere, die als schnelle Revolutionäre im Gefängnis landeten, so schnell wie möglich zur einer ungefährlichen Konformität neigen."

Zirka ein Jahr später: Sein erstes Buch erschien und würde die Buchgeschäfte erreichen. Simsek erzählt so weiter:

"Ohne eine Zeile des Romans zu verändern, gab ich es dem Verlag Belge, das  in der Nähe meines Arbeitsortes war und nur linke Bücher druckte. Auf diese Weise lernte ich Ragip und Ayse Nur Zarakoglu kennen. Liebe Ayse Nur war sehr aufgeregt als sie mein Buch  las. Sie sagte ich solle es auf keinen Fall verändern. Ein Zufall, dass es der Beginn der ’Yeni Sesler’ (Neue Stimme) Serie war. Mein Buch ’Ayrimi Bol Bir Yoldu Metris’ wurde das zweite Buch und der erste Roman dieser Serie." 

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GASTAUTOR
Die Gedichte von Simsek gingen sehr unter die Haut!

In einem Zazakischen Gedicht hat Hüseyin die Donau Mutter genannt. Ich kann mich nicht erinnern die Donau jemals als Mutter genannt gehört zu haben....[mehr]

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