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Das Leben fließt so einfach…

1962: Er wurde um 2. Jänner 1962 in Erzincan (Ostanatolien) geboren. Während seiner Volks- und Mittelschulzeit lebte er in einem Internat.

1976: Er zog 1976 mit seiner Familie nach Istanbul. Dort besuchte er drei Jahre lang das Gymnasium.

1980: 1980 hat er das Gymnasium absolviert. Aber Hochschulaufnahmeprüfung desselben Jahres hat er nicht bestanden. Am 12. September 1980 riss das Militär die Regierungsmacht an sich. Parteien, Gewerkschaften, Vereine und andere politische, wirtschaftliche und kulturelle Organisationen wurden prompt aufgelöst. Sehr schnell waren Massenverhaftungen und willkürliche Festnahmen an der Tagesordnung.

1981: Als er wegen seiner politischen Einstellungen und Aktivitäten am 25 März 1981 zum erstmal verhaftet wurde, war er erst neunzehn Jahre alt. Man beschuldigte ihn der Mitgliedschaft in einer illegalen linken Partei. Nachdem er verhaftet wurde, hat er fünf Jahre lang im Militärgefängnis Metris Typ E auf seine Verhandlung gewartet.

1985: Während seiner Verhandlung sich noch vorsetzte, wurde er am 15. Oktober 1985 vorläufig aus der Haft entlassen. Beim Abschluss der Verhandlung wurde er zu sechs Jahren und acht Monaten schwerer Gefängnisstrafe verurteilt. Die Zeit, die er im Gefängnis verbrachte überschritt um vieles mehr die Strafe zu der er verurteilt wurde.

Das zweite Leben …

1986: Sein Ziel war es, Journalist und Autor zu werden. Da er die Zeit, in der er studieren wollte, im Gefängnis verbracht hatte, suchte er nach Möglichkeiten ohne einen Abschluss ins Pressemilieu zu gelangen. 1986 begann er erstmals als Berichterstatter bei der Wochenzeitschrift "Gegen das Jahr 2000’’ (2000’ne Doğru) zu arbeiten.

1987: Dann setzte er im Oktober 1987 seine journalistische Laufbahn im wöchentlichen Nachrichtenmagazin "Punkt" (Nokta) fort.

1988: Ab Februar 1988 war er bei der noch stärker politischen monatlichen Zeitung "Die neue Demokratie" (Yeni Demokrasi) als Redakteur und Journalist tätig.

1989: Als die monatliche Zeitung "Kommune’’ (Komün) am 1. Oktober 1989 in die Presselandschaft eintrat, nahm er die Stellung als ihr Chefredakteur an.

1990: Am 1. Mai 1990 war er als Redakteur der "Kommune" so wie hunderte andere Journalisten und Reporter auch auf den Straßen, um die Veranstaltungen und Feiern zum Tag der Arbeit zu verfolgen. Bei den Eingriffen, die die Polizei dabei unternahm, schlugen ihm Polizisten solange mit ihren Knüppeln auf den Kopf bis er schließlich bewusstlos am Boden liegen blieb. Sehr lange lag er ohnmächtig auf der Straße. Daraufhin verbrachte er drei Tage auf der Intensivstation, weitere 11 Tage wurde er im Krankenhaus Erste Hilfe behandelt.

1992: Im Juni 1992 unterzeichnete er gemeinsam mit über 160 Schriftstellern und Intellektuellen einen Aufruf an den Staat, den Krieg mit der PKK zu beenden. Darauf hin wurde ein Verfahren gegen ihn eingeleitet, das zehn Jahre dauerte. Am Ende wurde er zu einem Jahr Gefängnis und einer Geldstrafe verurteilt. Im Juli 1992 begann er bei der Tageszeitung "Freie Tagesordnung’’ (Özgür Gündem), die kurz davor gegründet worden war, zu schreiben. Im Zeitraum, in dem er bei der Zeitung "Freie Tagesordnung" arbeitete, wurden viele seiner Kollegen umgebracht. Eines Tages wurde das dreistöckige Zeitungsgebäude bombardiert und einem Trümmerfeld gleichgemacht. Ein weiterer Reporter musste bei diesem Anschlag sein Leben lassen.

1993: Die Tageszeitung "Helligkeit’’ (Aydınlık) begann am 1. Mai 1993 zu publizieren. Der weltbekannte Schriftsteller Aziz Nesin war Chefredakteur der Tageszeitung. Şimşek war für die Bereiche Gesellschaft und Leben eingeteilt, für die er Reportagen und Artikeln schrieb.

1995: Er war oft arbeitslos und war so gezwungen, unbedeutende Arbeiten zu verrichten. Zeitweise hat er mit der Unterstützung seiner Kollegen als unabhängiger Schreiber bei Wochenzeitschriften wie "Echo’’ (Yankı), "Richtung’’ (Yön), "Aktüel", "Tempo" sowie bei der Tageszeitung "Radikal" gearbeitet. Im Herbst 1995 wurde eine zur Hälfte in türkischer und zur anderen Hälfte in kurdischer Sprache verfasste neue Wochenzeitschrift namens "Neues Leben’’ (Jiyana Nu) ins Leben gerufen. Şimşek arbeitete bei dieser Zeitschrift als Chefredakteur.
1996: Die Tageszeitung "Demokratie’’ (Demokrasi) begann am 1. Januar 1996 zu publizieren. Er war wieder für die Bereiche Gesellschaft und Leben zuständig und verfasste Reportagen und Artikeln.

1997: Im Juli 1997 fing er bei der Tageszeitung "Neuer Horizont’’ (Yeni Ufuk), die zur "Freiheit’’ (Hürriyet) Gruppe gehört, in der Nachrichtenzentrale zu arbeiten an.

Das dritte Leben…

1998: Am 2. Mai 1998 reiste er in Österreich ein. Während der Bearbeitung seines Asylantrags, der am 18. Jänner 2000 positiv beantwortet wurde, setzte er seine publizistische und schriftstellerische Tätigkeit fort von 1999 bis 2001 machte er mit bei der Zeitschrift Öneri (Vorschlag) die von einer MigrantInnengruppe in Wien veröffentlich wurde.

2001: Zwischen 2001 und 2003 schreib er für die Europaweit erscheinende Tageszeitung "Özgür Politika’’ (die frei Politik).

2002: Seit 2002 arbeitet er freiberuflich als Grafiker. Er unternahm das Layout von monatlich erscheinender türkischsprachiger Zeitschrift von Wiener Integration Fonds/WIF, "Viyana Postası", wobei er auch schriftliche Beiträge leistete.

2004: Von Dezember 2004 bis Februar 2005 arbeitet er als Grafiker bei der Firma Karma Werbung.

2004-2007: Von Februar 2004 bis heute ist er Mitglied der Redaktionsleitung der türkischsprachigen monatlichen Zeitung "Öneri" (Vorschlag). Und arbeitet er Grafiker.

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ANTOLOGIE
GASTAUTOR
Die Gedichte von Simsek gingen sehr unter die Haut!

In einem Zazakischen Gedicht hat Hüseyin die Donau Mutter genannt. Ich kann mich nicht erinnern die Donau jemals als Mutter genannt gehört zu haben....[mehr]

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